Professur für Klimafolgenforschung
Die durch die Mobiliar finanzierte Professur für Klimafolgenforschung im Alpenraum an der Uni Bern ist durch Olivia Romppainen-Martius besetzt worden. Die Forschungsarbeit soll unter anderem neue Erkenntnisse zum gemeinsamen Auftreten von Extremereignissen liefern.
«Die Schnittstelle zwischen Forschung und praktischer Anwendung stellt die grösste Herausforderung dar», sagt die junge Professorin. Der Schwerpunkt der Forschung liege auf der Eintretenswahrscheinlichkeit von Extremereignissen in einem sich ändernden Klima. Romppainen-Martius studierte an der ETH Zürich Erdwissenschaften, wo sie auch doktorierte, und war zuletzt am Institut für Atmosphäre und Klima der ETH tätig.
Die Mobiliar erwartet von den Forschungsarbeiten Beiträge in praxisorientierter Form, welche für versicherungstechnische Arbeiten herangezogen werden können. Von den Ergebnissen sollen aber alle profitieren: der Staat, die Versicherungen und die Bürgerinnen und Bürger.
Unabhängigkeit gewährleistet
Die Professur, welche die Mobiliar bis vorerst 2018 mit fünf Millionen Franken finanziert, ist dem international anerkannten Oeschger-Zentrum für Klima- und Klimafolgenforschung angegliedert. An der Universität Bern ist die Einrichtung einer neuen Professur im Klimabereich hoch willkommen: «Sie ist komplementär und ergänzt bestehende Forschungsgruppen», erklärt Prof. Dr. Martin Grosjean, Geschäftsführer des Oeschger-Zentrums. Fremdfinanzierte Professuren an der Universität Bern seien relativ neu und stärkten Forschung und Lehre in Spezialgebieten. Die Unabhängigkeit der universitären Forschung ist gewährleistet; Forschungsergebnisse können frei publiziert werden, sind Eigentum der Universität Bern und öffentlich zugänglich.
20 Millionen für Präventionsprojekte
Als Marktleaderin und Know-how-Trägerin in der Sachversicherung hat die Mobiliar grosses Interesse an Präventionsmassnahmen und an Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit den Folgen der Klimaveränderung. Sie engagiert sich bereits in mehrfacher Hinsicht für die Prävention: Nach dem Hochwasser 2005 hat sie zwecks Unterstützung von Präventionsprojekten 20 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt.
Bisher haben schweizweit fast 50 Projekte von dieser Unterstützung profitiert; weitere sind in Prüfung.