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Letztes Ergebnis

Jahresergebnis 2011 der Mobiliar: Die Mobiliar ist in Fahrt ...

... sie führte das Feld an: Das durchschnittliche Wachstum der Branche wurde auch im Jahr 2011 weit übertroffen. Zum erneut beachtlichen Gewinn haben Versicherungs- und Finanzgeschäft sehr gute Beiträge geleistet.


(Media information in English: Swiss Mobiliar Group – Results 2011 (PDF, 66 KB))

Die Versicherungsbranche erwies sich im Jahr 2011 gesamthaft als stabil und zeigte im Nicht­lebengeschäft generell wieder leichtes Wachstum, doch im Marktvergleich war die Mobiliar erneut überdurchschnittlich erfolgreich.

Gesamtergebnis
Das konsolidierte Jahresergebnis schliesst mit einem Gewinn von 331,3 Mio. Franken (Vorjahr 408,6 Mio. Franken). Im Vorjahresvergleich ist der tiefere Gewinn primär zurückzuführen auf höhere Elementarschäden, zinsniveaubedingte Verstärkungen der Rückstellungen im Leben­geschäft und auf Abschreibungen auf Aktienbeständen. Zum Gesamtergebnis trugen das Nicht-Lebengeschäft 277,6 Mio. Franken (Vorjahr 339,5 Mio. Franken) und das Lebengeschäft 53,7 Mio. Franken (Vorjahr 69,1 Mio. Franken) bei. Der ausserordentliche Ertrag von 19,3 Mio. Franken resultiert aus dem Verkauf einer Betriebsliegenschaft in Zürich.

Eigenkapital und Bilanz
Die Mobiliar ist in der privilegierten Lage, über eine ausserordentliche Finanzstärke zu verfügen. Zu hundert Prozent selbstfinanziert, verfügt das genossenschaftlich verankerte Unter­nehmen uneingeschränkt über eine solide Basis für die Weiterentwicklung aus eigener Kraft. Dank der starken Eigenmittelausstattung hat die Mobiliar im Jahr 2011 ihr beträchtliches Investitionspro­gramm unverändert fortgeführt und konnte selbst im schwierigen Finanzmarktumfeld Chancen nutzen.

Das konsolidierte Eigenkapital ist aufgrund des Gewinnes und der höheren Neubewertungs­reserven von 3,293 Mia. Franken auf 3,496 Mia. Franken angestiegen. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 9,8% (Vorjahr 13,1%). Bei sämtlichen Gruppengesellschaften liegen die an­rechenbaren weit über den geforderten Eigenmitteln. Für die Solvabilitätsspanne (Solvenz I) ergibt sich für die Gruppe ein Wert von 539%. Die Solvenz II liegt über 300%, berechnet auf der Basis des eingereichten, noch nicht abschliessend von der FINMA geprüften internen Modells, welches als provisorisches Übergangsmodell akzeptiert wurde. Die Bilanzsumme er­höhte sich auf 14,979 Mia. Franken (Vorjahr 14,545 Mia. Franken).

95,4% der Aktiven (Vorjahr 95,3%) sind in Kapitalanlagen investiert. Davon ist wiederum der grösste Teil – nämlich 7,723 Mia. Franken (Vorjahr 7,575 Mia. Franken) – in festverzinslichen Wertschriften angelegt. Diese sind zu Amortized-Cost bewertet, ausser es besteht die Absicht zur vorzeitigen Veräusserung oder es gibt Zweifel an der Zinszahlungs- und Rückzahlungsfähigkeit des Schuldners. Die versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach bisheriger Praxis vorsichtig dotiert.

Nicht-Lebengeschäft
Obwohl sich die Konjunktur im Verlaufe des Jahres 2011 allmählich verflachte, wirkte sich dies im Nicht-Lebengeschäft nicht spürbar aus. Das durchschnittliche Marktwachstum von 1,4% wurde mit 5,0% ganz beträchtlich übertroffen, das Bruttoprämien-Volumen ist auf 2,343 Mia. Franken angestiegen.

Markantes Wachstum erzielte die Mobiliar im Geschäft mit Privatkunden; sehr erfolgreich wurden Motorfahrzeugversicherungen abgesetzt und nachhaltig hoch verlief das Wachstum der Haus­haltversicherungen. Starkes Neugeschäft generierte die Mobiliar auch mit der Betriebsversiche­rung für KMU.

Der Kostensatz von 27,1% liegt trotz der hohen Produktion auf annähernd unverändertem Niveau (Vorjahr 26,9%), die Schadenbelastung ist infolge Unwetterschäden angestiegen auf 64,2% (Vorjahr 61,3%). Hagelzüge und Überschwemmungen Anfang Juli 2011 schlugen mit rund 85 Mio. Franken zu Buch. Im Oktober kam es erneut zu Überschwemmungen und Schäden in der Höhe von rund 10 Mio. Franken. Nach Addition der übrigen versicherungstechnischen Kosten resultiert eine um 3 Prozentpunkte höhere Combined Ratio von 92,8% (Vorjahr 89,8%). Somit ergibt sich ein im Mehrjahresvergleich hervorragendes technisches Ergebnis von 158,7 Mio. Franken (Vorjahr 214,0 Mio. Franken).

Lebengeschäft
Im Lebensversicherungsmarkt ist denjenigen Gesellschaften, welche das Vollversicherungs­geschäft (gemäss BVG) betreiben, viel Geld zugeflossen. Dabei handelt es sich vorwiegend um weitergereichtes Anlagekapital. Die Mobiliar ist in diesem Geschäft nicht tätig. Wird der Wachstumsbeitrag der Kollektiv-Einmaleinlagen ausgeklammert, so erreichte der Markt 1,1%, während die Mobiliar eine Prämiensteigerung von 3,4% vorweist.

Ihre Leaderposition als Risikoversicherer hat die Mobiliar verteidigt, nämlich im Einzelgeschäft das Volumen gehalten und im Kollektivgeschäft ausgebaut. Im wettbewerbsintensiven Rück­versicherungsgeschäft mit Vorsorgeeinrichtungen profitierte die Mobiliar von ihrem Renommee und der anerkannten Kompetenz. Im Verlaufe des Jahres akzentuierten sich die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und im Wirtschaftsumfeld. Das wirkte sich im Lebensversicherungs­geschäft aus. Die privaten Kunden suchten nach Sicherheit – für Risikodeckung, aber auch für das Sparen und die Vorsorge. Entsprechend hoch blieb deshalb der Absatz von Risiko­ver­sicherungen für Tod und Invalidität. Im Spargeschäft übertraf das Wachstum dasjenige des Vorjahres.

Die Bruttoprämien im Lebengeschäft betragen 832,6 Mio. Franken (Vorjahr 805,4 Mio. Franken). Das Wachstum von 3,4% gegenüber dem Vorjahr resultierte aus einer Prämienzunahme von 22,5 Mio. Franken der privaten Vorsorge und einer Zunahme von 4,7 Mio. Franken der berufli­chen Vorsorge. Im technischen Ergebnis von –71,6 Mio. Franken (Vorjahr –50,6 Mio. Franken) sind zinsniveaubedingte Verstärkungen der Rückstellungen enthalten sowie Überschussbeteili­gungen für die Versicherten in der Höhe von 144,1 Mio. Franken. Im Legal Quote-unterstellten Geschäft gab die Mobiliar 95% der Erträge in Form von Renten, Kapitalleistungen, Überschuss­zuweisungen und Rückstellungen an die Vorsorgeeinrichtungen weiter.

Markant war die Zunahme der Versicherungsleistungen um 147,8 Mio. Franken auf 614,0 Mio. Franken, die sich aus dem starken Anstieg von Vertragsabläufen ergab. Der Kostensatz für eigene Rechnung hat sich leicht von 15,5% auf 15,4% reduziert.

Finanzgeschäft
Aus Risikoüberlegungen hat die Mobiliar im Obligationen-Portfolio europäische Finanztitel abge­baut und im Gegenzug den Bestand an Schweizer Pfandbriefen und Staatsobligationen weiter erhöht. Zusätzlich wurden Titel von Unternehmen, Staaten und staatsnahen Organisationen von nordeuropäischen Ländern, Kanada, Australien und den Schwellenländern aufgebaut. Den Kurseinbruch der Aktien im Sommer 2011 nutzte die Mobiliar für selektive Zukäufe. Seit Septem­ber haben sich die Marktwerte der Aktien erholt.

Den Schwierigkeiten der Finanzmärkte konnte sich auch die Mobiliar nicht gänzlich entziehen. Direkte Auswirkungen aus der EU Schuldenkrise erlitt sie aber nicht, da keine Engagements in den PIIGS-Staaten bestehen. Jedoch fielen höhere Abschreibungen auf Aktien an. Stabile Beiträge zum Ergebnis lieferten Darlehen und Hypotheken.

Das finanzielle Ergebnis beläuft sich auf 267,3 Mio. Franken (Vorjahr 310,0 Mio. Franken). Das Finanzgeschäft hat auf den investierten Kapitalanlagen eine Anlagerendite von 2,1% (Vorjahr 2,6%) erreicht. Die Anlageperformance betrug 4,5% (Vorjahr 4,6%).

Gute Nachricht für die Kunden
Die Mobiliar beteiligt ihre Kunden am Erfolg. Im Anschluss an die Vergünstigung der Haushalt- und Gebäudeversicherungen (von Mitte 2011 bis Mitte 2012) werden wieder andere Versicherte in den Genuss von Überschüssen im Nicht-Lebengeschäft kommen: Ab Mitte 2012 fallen für die Dauer eines Jahres die Prämienrechnungen der Betriebs- und Gebäudeversicherungen sowie der Fahrzeugversicherungen um 10% günstiger aus. Rund 120 Mio. Franken fliessen damit an die Kunden zurück.

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Quelle: http://www.mobi.ch