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Die Geschichte der Mobiliar: 2006 bis 2009


2006
/ 2007 / 2008 / 2009


2006:
Erfolgreich auf die Schweiz fokussiert – dies die Überschrift über dem Geschäftsbericht zum Jahr 2006. Sie bringt zum Ausdruck, dass die Mobiliar in einem Markt, der zunehmend durch den Auftritt ausländischer Versicherer geprägt wird, sich bewusst auf ihre schweizerischen Wurzeln beruft, auf ihre typischen Qualitäten, Stärken und Vorzüge. Sie will sich auch nach wie vor auf ihre Heimmärkte in der Schweiz und in Liechtenstein konzentrieren.


2006 zeigt ein anderes Gesicht als 2005: Waren letztes Jahr allein im August Elementarschäden von insgesamt rund 485 Millionen Franken angefallen, so sind es 2006 gesamthaft rund 60 Millionen. Dies macht deutlich, wie das Versicherungsgeschäft grossen Schwankungen unterworfen ist – und wie wichtig es deshalb ist, über genügend Eigenmittel zu verfügen.

Projekt für Steinschlagschutz in Verdabbio

Im laufenden Jahr werden die meisten der aus dem letzten Jahr stammenden Hochwasser-Schäden abgeschlossen, erste Präventionsprojekte bereits erfolgreich zu Ende geführt und andere neu in die Evaluation einbezogen.

In der Folge der letztjährigen Hochwasser-Katastrophe überarbeiten der Schweizerische Versicherungsverband und das Bundesamt für Privatversicherungen gemeinsam die Grundlagen der Elementarversicherung, die Leistungsverpflichtungen der Versicherer im Rahmen des Elementarschadens-Pools werden auf zwei Milliarden Franken erhöht – und moderate Anpassungen bei den Prämien und Selbstbehalten der Versicherten vorgenommen.

Die Gruppe Mobiliar aktualisiert im Verlauf des Jahres ihr Leitbild: Sie bekräftigt und verankert darin ihre genossenschaftlichen Werte. Auf diesem Fundament beteiligt sie von Mitte 2006 bis Mitte 2007 ihre Unternehmenskunden am wirtschaftlichen Erfolg: Mit der Auszahlung einer 10-prozentigen Prämienermässigung auf der Betriebsversicherung. Zudem erhalten die Mitarbeitenden wiederum eine Erfolgsbeteiligung, die Gesellschaft stärkt die Pensionskassen der Gruppe finanziell und gleicht damit die Vorsorgeleistungen an – und erstmals seit längerer Zeit schafft sie wieder neue Arbeitsplätze, insgesamt über 65.


Damit und mit einem konsolidierten Jahresgewinn von 309 Millionen Franken geht das Jahr 2006 als eines der erfolgreichsten in die Geschichte der Mobiliar ein.

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2007: Gut unterwegs – so lässt sich das Geschäftsjahr 2007 der Gruppe Mobiliar charakterisieren. Die Trümpfe der Genossenschaft stechen erneut: Die auf langfristigen Erfolg ausgerichtete Strategie, das kundennahe Service-Netz mit 82 Generalagenturen, welche über weit gehenden Kompetenzen, vor allem im Schadenfall, verfügen und die erneute Überschussbeteiligung, welche die Versicherten am erwirtschafteten Erfolg teilhaben lässt.


Die Mobiliar übertrifft 2007 das bereits ausgezeichnete Ergebnis des Vorjahres und arbeitet sowohl im Nicht-Leben- als auch im Lebengeschäft erfolgreich: Zum konsolidierten Jahresergebnis von 340,9 Mio. Franken (plus 31,8 Mio.) trägt das Nicht-Lebengeschäft 254,4 Mio. Franken bei, das Lebensversicherungsgeschäft 86,5 Mio. Franken. Das Nicht-Lebengeschäft wird beeinträchtigt durch Unwetterphasen im Sommer, welche der Mobiliar insgesamt über 23'000 Schadenfälle und eine Schadensumme von rund 195 Mio. Franken bescheren. Das gesamte Prämienvolumen wächst um 51 Millionen Franken und beläuft sich Ende 2007 auf 2,749 Mia. Franken (Nicht-Leben 2,060 Mia.; Leben 689 Mio.).


Die Mobiliar setzt darauf, bewährte Werte beizubehalten und zu verbessern, weitsichtig zu agieren und sich kontinuierlich weiter zu entwickeln. Diese Merkmale werden von Kunden und Nichtkunden wahrgenommen, sie schaffen Vertrauen und geben Sicherheit. So kann die Mobiliar trotz breit angekündigten, «offensiven» Wachstumszielen der Konkurrenz ihre Position halten, ja gar Marktanteile gewinnen.


Ins positive Bild passen die Präventionsprojekte gegen Naturgefahren, welche die Mobiliar finanziell unterstützt, und der mit Meteo Schweiz und den kantonalen Gebäudeversicherungen neu eingeführte Wetteralarm. Um den Versicherten noch vermehrt die Wahl zu überlassen, wann, wo und über welchen Kanal, sie mit der Mobiliar in Kontakt treten wollen, ist die Mobiliar daran, zur Ergänzung des Aussendienstes ihre Dienstleistungen über Internet und das Call-Center Mobi24 auszubauen. Ziel ist, Produkte und Dienstleistungen internetfähig zu machen.

Spot "Fotograf"
Auch nach zehn Jahren ist die Werbekampagne «Schadenskizzen» sehr beliebt: Sie wird vom breiten Publikum zur "Kampagne des Jahres" gewählt. In einem internationalen Wettbewerb klassiert sich einer unserer TV-Spots «Liebe Mobiliar» unter den 75 besten der Welt. Es zeigt sich, dass der kontinuierliche Weg über eine starke Dachmarke die richtige Strategie ist. Gute, eigenständige und amüsante Werbung ist das eine – das andere ist das Bild der Gesellschaft in der Öffentlichkeit. Auch da ist die Mobiliar Spitze: In der von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut erhobenen Studie erreichen wir wiederum die besten Imagewerte aller Versicherer bei Privatpersonen, bei Kunden und Nichtkunden.


Als vielseitiger Sponsor engagiert sich die Mobiliar in Umwelt und Gesellschaft, in Kultur, Kunst und Sport – seit 2007 auch als Partner von Swiss Unihockey.


Die Mobiliar investiert in den Nachwuchs und die Mitarbeitenden: Sie führt insgesamt 796 Fach- und Führungskurse durch, sie bildet über 270 Lernende aus, sie betreibt in Bern und Nyon eine Kindertagesstätte, sie erbringt vorzügliche Sozialleistungen – und führt 2007 erstmals einen Gesundheits-Checkup für die Angestellten der Direktion durch. Alle Mitarbeitenden und Lernenden erhalten dieses Jahr wiederum eine Erfolgsbeteiligung.


Das Jahr 2007 beweist: Die Mobiliar ist auf Erfolgskurs, ganz in Übereinstimmung mit den Idealen des Leitbilds

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2008: «Hohen Finanzverlust gut verdaut» – so titelt die Zeitung der «Bund» nach der Bilanz-Pressekonferenz und bringt damit das Geschäftsjahr 2008 der Mobiliar auf den Punkt.

Boerse

Spätere Generationen werden vermutlich aus dem Jahr 2008 zwei Ereignisse in Erinnerung behalten: Die Wahl Barack Obamas, des ersten Afro-Amerikaners, zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – und der Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die ebenfalls in den USA ihren Ursprung hat. Welche Auswirkungen die Präsidentschaft Obamas bringen wird, ist zu Beginn des Jahres 2009 noch nicht abzusehen; klar hingegen ist, dass die Finanzkrise sich innert kurzer Zeit zur globalen Krise ausweitet, mit Auswirkungen auch auf die Schweiz – und die Mobiliar.

Die erste Jahreshälfte 2008 ist in unserem Land gekennzeichnet durch eine gute Wirtschaftslage, eine positive Stimmung der Konsumenten, und auch das Versicherungsgeschäft läuft erfreulich: Trotz intensiven Wettbewerbs legt die Mobiliar zu, grosse Naturereignisse bleiben aus – ein ausgezeichnetes technisches Ergebnis ist das erfreuliche Resultat.

Aber bald tauchen am Wirtschaftshimmel dunkle Wolken auf: Der Beinahe-Zusammenbruch des amerikanischen Bankensystems, verursacht vorab durch lockere Geldpolitik, «faule» Hypothekarkredite und ein ungesundes Bonussystem, führt zu einer weltweiten Wirtschaftskrise: Börsenkurse stürzen in historische Tiefen, Milliarden-Werte werden vernichtet.

Davon ist auch die Mobiliar betroffen: Während das Versicherungsgeschäft erfreulich verläuft und ein technisches Ergebnis von 337,3 Mio. Franken resultiert (Nicht-Leben CHF 307,6; Leben CHF 29,7 Mio.), schlägt das finanzielle Ergebnis mit einem Minus von 263,7 Mio. Franken zu Buche: Zum einen ergeben sich Wertminderungen im Anlageportefeuille, zum anderen müssen auf Anlagen grosse Abschreibungen vorgenommen werden. So ergibt sich nach Zuweisung von rund 35 Mio. Franken an die Pensionskassen ein Jahresgewinn von 27,6 Mio. Franken (2007 340,1 Mio.).


Nebst dem gegenüber dem Vorjahr wesentlich kleineren Gewinn überzeugt die Mobiliar im Jahr 2008 hingegen mit erfreulichen Zahlen: Die Gruppe wächst um 3,5% und erreicht ein Prämienvolumen von 2,85. Mia. Franken. Der Schweizer Markt im Nicht-Lebengeschäft wächst mit 0,3% kaum mehr, die Mobiliar legt jedoch um 2,4% zu; zum vierten aufeinander folgenden Jahr über dem Markt. Im Lebensversicherungsgeschäft ist das Wachstum von 6,8% noch markanter, Marktwachstum hier bloss 2,7%. Mit einer Eigenkapitalisierung von 19,6% steht die Mobiliar weit über dem Durchschnitt (die nächstklassierten Gesellschaften haben Werte von 8,3 resp. 8,2%), sie erfüllt die Solvenzanforderungen der Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu über 434%, und auch die Combined Ratio ist mit 84,4% (fast 2 Prozentpunkte tiefer als die nächstklassierte Gesellschaft) der Bestwert unter allen Gesellschaften.

Plakat zur Auszahlung aus dem Überschussfonds 2007/2008
Die Gründe für den Erfolg der Mobiliar liegen in der grossen Kundenähe mit über 80 Generalagenturen, in der dezentralen Schadenerledigung, der genossenschaftlichen Orientierung, interessanten Produkten mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das stimmt, in engagierten Mitarbeitenden und regelmässigen Ausschüttungen aus dem Überschussfonds – einer Sonderleistung, welche die Rechtsform der Genossenschaft ermöglicht.


Zum guten Image des drittgrössten Versicherers der Schweiz mit rund 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden tragen zudem eine sympathische Werbung bei, eine offene Kommunikation und vielseitige Engagements für Kultur und Sport, in der Prävention und für die Gesellschaft: So ist die Mobiliar zum Beispiel nach wie vor Hauptsponsor von Unihockey Schweiz, sie unterstützt den neuen Bärenpark Bern, sie engagiert sich mit 10 Millionen Franken in nachhaltigen Schutzprojekten gegen Naturgefahren und sie finanziert eine Professur für Klimaforschung im Alpenraum an der Universität Bern. Dies eine sinnvolle Ergänzung der Bemühungen der Mobiliar, Elementarschäden längerfristig vermeiden zu können.


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2009: «Das Ergebnis 2009 macht Freude, wir waren ausgezeichnet unterwegs». So fasst CEO Urs Berger das Geschäftsjahr zusammen – und erklärt: «Die Mobiliar arbeitete im Versicherungsgeschäft erfolgreich, die Kapitalmärkte erholten sich und ermöglichten hohen Gewinn.» Video-Statement von Urs Berger.

 

Diese Beurteilung basiert auf rundum positiven Zahlen: Die Mobiliar wächst im fünften aufeinanderfolgenden Jahr über dem Markt, das Gesamt-Prämienvolumen steigt um 2,9%, erreicht 2,93 Mia. Franken, es resultiert ein Gewinn von 393,5 Mio. Franken, im Vorjahr 27,6 Mio. Auch das grösste Hagelereignis in der Geschichte der Mobiliar vermag das Bild nicht zu trüben.

 

Beeindruckend die operativen Ergebnisse: Im Nichtleben-Geschäft wächst die Mobiliar um 2,4%, der Markt stagniert mit 0,1%; im Lebensversicherungsgeschäft entwickelt sich der Markt rückläufig (-1,9%), während die Mobiliar mit 4,4% kräftig zulegt. Ebenso erfreulich die Entwicklung im Finanzgeschäft: Hier resultiert ein Ergebnis von 367,9 Mio. Franken, die Anlagerendite beträgt 3,3%, gegenüber -2,4% 2008. Mit einem Eigenkapital von 2,93 Mia. Franken und einer Solvenz I von 472% steht die Mobiliar auf einem gesunden Fundament: Wiederum bewährt sich die Strategie, die nicht auf schnellen Erfolg setzt, sondern auf langfristiges Wachstum.

 

Unter diesen positiven Vorzeichen kann die Gesellschaft antizyklisch investieren und über 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei grosse Informatikprojekte, denn eine leistungsfähige IT ist für jede Versicherungsgesellschaft unabdingbar: Sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für effiziente Arbeit, hohe Servicequalität und persönliche Kundenbetreuung.


Ihren Einsatz für die Verminderung von Naturgefahren setzt die Mobiliar 2009 fort: So werden vier neue Projekte initiiert und eines der grössten abgeschlossen – der Entlastungskanal bei Willisau. Mit dem neuen Geo-Informations-System MobiGIS verfügt die Mobiliar über das erste System der Schweiz, welches die kantonalen Gefahrenkarten zusammenfasst und mit Versicherungs- und volkswirtschaftlichen Daten verknüpft.

Bärenpark

Das Engagement der Mobiliar für Sport und Kultur, für Wirtschaft und Wissenschaft trägt ebenfalls vielfache Früchte. So wird der neue BärenPark in Bern eröffnet, dem die Gesellschaft als Hauptsponsor Pate steht.

Wichtige Erfolgsfaktoren bilden auch 2009 die über 80 Generalagenturen mit lokaler Präsenz und Verankerung, kundengerechte Versicherungsangebote, motivierte Mitarbeitende – und treue Kunden. Die sollen darum vom guten Ergebnis profitieren: Wer über eine Fahrzeug- oder KMU-Betriebsversicherung der Mobiliar verfügt, erhält ab Mitte 2010 eine Vergünstigung von 10% auf der Prämie. Über 100 Mio. Franken gelangen so wieder zur Auszahlung: Die Rechtsform der Genossenschaft macht diese Sonderleistung einmal mehr möglich.



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Quelle: http://www.mobi.ch